Verein Wohlfahrt


Geschichte(n)

Gegründet 1896, zählt zu den ältesten Vereinen Mönchengladbachs. Heute ist er Träger verschiedener Einrichtungen. Dazu zählen das "Anna-Schiller-Haus", eine Wohneinrichtung für wohnungslose Männer; das "Bruno-Lelieveld-Haus", eine Tagesstätte für wohnungslose Menschen sowie eine berufliche Bildungsmaßnahme, die sich an langzeitarbeitslose Männer und hauptsächlich an Frauen wendet und eine Einrichtung des 'ambulant betreuten Wohnens' für seelisch behinderte Menschen.

Entstanden ist der Verein auf Grund der damaligen Situation der arbeitslosen Dienstmädchen, die nach einer Entlassung aus ihrer Stelle auch ihr Zimmer, das ja im Haus der Herrschaft war, verloren. Sie standen somit unmittelbar auf der Straße. Der Kaufmann Peter Schiedges stiftete zu diesem Zweck der katholischen Hauptpfarre ein Haus in der Kaiserstr. 33, das in der Folgezeit in Betrieb genommen wurde und von den "armen Dienstmägden Jesu Christi" aus Dernbach geleitet wurde. Schon Ende des Jahres 1896 wohnten 43 Dienstmädchen im Haus.

Die Bewirtschaftung des Hauses wurde für die Hauptpfarre zu arbeitsintensiv, so dass man im Jahr 1901 dem Verein "Wohlfahrt" dieses Haus übertrug. Doch es wurde schnell zu klein, die Nachfrage war enorm und es wurde im Jahr 1909 begonnen, ein neues Haus zu bauen, das heutige Altersheim "Katharinenstift". Auch dieses Haus wurde schließlich um die Jahrtausendewende zu klein für die Nachfrage, so daß scließlich im Jahr 2004 eine neue Bleibe in der Vorster Straße 255 in Hardt gefunden wurde.
Aber auch am alten Standort entsteht wieder ein Alten- und Pflegeheim, das wahrscheinlich im Herbst 2008 seine Arbeit aufnehmen wird.

Der Verein kümmerte sich in den wechselnden Zeitläufen der folgenden Jahrzehnte weiter um gesellschaftliche Randgruppen und Arme. Eine neue Richtung bekam die Arbeit ab 1981: aus dem Erbe der Anna Schiller wurde das Haus in der Kaiserstraße 33 umgebaut und zusammen mit der evangelischen Christuskirchengemeinde die "Ökumenische Nichsesshaftenhilfe" gegründet und betrieben, ein Wohnheim für wohnungslose Männer. Diese Einrichtung war als niedrigschwellige Wohn- und Versorgungseinrichtung für Mönchengladbacher Bürger gedacht. Auch hier stieg der Bedarf schnell an, es platzte nach einigen Jahren aus allen Nähten. Anfang der neunziger Jahre konnte der Andrang nicht mehr bewältigt werden und der Besucherverkehr und die Mahlzeitenausgabe wurden in eine neue Tagesstätte ausgelagert. Im Dezember 1993 konnte das "Bruno-Lelieveld-Haus", eine Tagesstätte für wohnungslose Menschen, eröffnet werden.

Die Arbeit in der "Ökumenische Nichsesshaftenhilfe" als stationärer Einrichtung ging weiter. Aber es war immer noch zu eng, die Männer lebten in 2 - 6-Bett-Zimmern, was zu ständigen Konflikten führte. Im Jahr 1996 wurde ein Umzug geplant und das Haus zu Ehren der damaligen Spenderin in "Anna-Schiller-Haus" umbenannt. Dieser Umzug überführte die Einrichtung im Jahr 1997 in die leerstehenden Teile des Mönchengladbacher Franziskanerklosters, wo sie heute noch arbeitet.

Ebenfalls 1997 wurde in der Viktoriastraße die berufliche Bildungsmaßnahme gegründet, die sich bis zum heutigen Tag an langzeitarbeitslose Männer und (vor allem) Frauen wendet und diese für die Arbeit im haushaltsnahen und (seit neuestem) auch pflegerischen Dienstleistungen weiterbildet.

Auch die Arbeit in den anderen Bereichen wurde weiterentwickelt und so arbeiten seit dem Jahr 2004 inzwischen drei Mitarbeiterinnen auch im ambulanten Bereich und betreuen seelisch Behinderte Menschen in ihren Wohnungen

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